Die Schüler von heute sind ja von Grund auf böse und verdorben, dass ist ja in den letzten 2000 Jahren noch nie angezweifelt worden. Und nun bin auch ich als naiver Anfänger im Lehrberuf Opfer dieser unsäglichen Verderbtheit geworden:
Chapeau, Knabe aus der 7. Klasse, als motherfucker bin ich in der Tat noch nie bezeichnet worden.
Vielleicht musste ich dich deswegen auch leider auslachen, nachdem mit der Zettel mit den Worten: “Hab ich für Sie gemacht!” übergeben worden war.
Und jetzt weine ich ein bisschen, weil ein Jüngelchen von 13 Jahren mich derbe gedisst hat!
Zumindest richtig geschrieben, ist ja auch nicht mehr selbstverständlich…
Bis auf “gekugt”…
Oh, das da oben habe ich gar nicht beachtet…
Ups. Und mir hat die Kellnerin eines Restaurants, das ich mal im Blog kritisiert habe, geschrieben: “Kauf dich Geschmack, du Schlampe.” Den fand ich so gut, dass ich den heute noch immer sage, wenn ich an der ARAL im Knooper Weg vorbeifahre…
Wenn er dich zu sehr ärgert, holste einfach die Mutti zum Gespräch dazu. Da sind solche Jungs dann auf einmal ganz leise
Wie wird man denn im Studium auf sowas vorbereitet (falls überhaupt)?
So im Nachhinein würden mir ein paar nette Aktionen einfallen, mal abgesehen von den beiden Extremen ignorieren oder Eltern:
- loben und darum bitten, diesen epischen Erguss doch nochmal laut der ganzen Klasse vorzutragen
- ins Lateinische übersetzen lassen (und evtl. eine kleine Einheit “lateinische Schimpfwörter” o.ä. einschieben)
- vom Englischlehrer das Thema nochmal aufgreifen lassen
- nach Strohhalm, PInzette und Lupe fragen, um der Aufforderung nachzukommen dürfte zu weit unter deinem Niveau sein…