Latein IST schön…

5. Mai 2009 at 08:42 | In Uni | 5 Comments
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Wenn man als Student nicht mehr weiter weiß, dann sucht man die Sprechstunde eines Dozenten auf. Die finden meist zu merkwürdigen Zeiten statt, manchmal hängt auch nur ein Zettel an der Tür, dass die Sprechstunde leider ausfallen müsse. Aber meistens hat man Glück., der Dozent ist da. Wer lange Wartezeiten weniger prickelnd findet, sollte nie dann gehen, wenn Hausarbeiten fertig korrigiert sind!

Weil ich schmählich durch die Zwischenprüfung gefallen bin, muss ich nun in diesem Semester nochmal ran. Das ist natürlich alles andere als motivierend und dass sich das Selbstbewusstsein irgendwo in Knöchelrregion aufhält, ist vermutlich einleuchtend. Der Prüfer sollte nun eigentlich irgendetwas aufbauendes sagen können, oder etwas hilfreiches. Meiner sagte folgendes:

„Ja, liebe Frau Feronia, ich kann da jetzt auch nicht sagen warum Sie durchgefallen sind. Ne, steht auch nichts im Computer. Kopieren Sie sich dorch erstmal die Klausur. Und dann gehen Sie die Fehler durch, wenn da was unklar bleibt, dann kommen Sie wieder.“

Das ist ja was, aber ich will natürlich auch wissen, wie ich die Vorbereitung optimieren kann, und nun leuchtet er hell vor mir, der Königsweg zum erfolgreichen Lateinerleben:

„Ja, dann übersetzten Sie bis Oktober einfach Ihren ganzen Kanon dreimal! Einmal langsam, dann noch einmal schnell und am Ende die Stellen, die Ihnen beim zweiten mal nicht auf Anhieb klar waren. Das darf nicht passieren, dass Ihnen eine einzige Stelle unklar bleibt.“

Ok, nichts leichter als das. Heute morgen hab ich dann mal die Seiten meines Kanons gezählt, es sind 526!  Davon entfallen 212 auf Cicero. Für eine Seite brauche ich in etwa eine Stunde. Im schnellen Durchgang vermutlich nur noch eine halbe, ist ja ein Schnelldurchgang. das wären dann also 789 Stunden für die ersten zwei Durchläufe. Da muss man dann auch sorgfältig markieren was man nicht sofort konnte und dann hat man nochmal 3 Wochen vor der Prüfung, um diese Stellen zu wiederholen.

Die Prüfung ist am 24.10. aber da vom 31.8. bis 9.10. das Hauptpraktikum stattfindet, müssen die ersten zwei Durchgänge bis zum 30. August abgeschlossen sein. In 15 Wochen und 5 Tagen also. 15 Wochen und 5 Tage Zeit um 789 Stunden zu übersetzen. Macht 7 Stunden und 10 Minuten am Tag. Jeden Tag, Wochenende fällt natürlich aus, es sei denn, ich verteile die 14 Stunden und 20 Minuten auf die 5 Wochentage. Die anderen Unikurse sind da natürlich nicht mitgerechnet.

JUHU

5 Kommentare »

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  1. Genau solche Schwierigkeiten, wie du sie schilderst, sind der Grund dafür, dass ich selbst damals nicht studiert habe. Man kann daran verzweifeln.

    Stattdessen bin ich zur Verwaltungs-Fachhochschule in Altenholz gegangen, wo ich gleichzeitig Polizistin und Studentin war. Alles war perfekt geregelt und sämtliche Aufgaben waren lösbar.

    Ich wünsche dir die Kraft, durchzuhalten. Du darfst dich auf keinen Fall selbst entmutigen mit der Grundstimmung: „das schaff ich nieeee!“

    Du schaffst es. Sicher. Irgendwie. Irgendwann.

    Ich drück dir die Daumen.
    LG, Svenja

  2. Irgendwie, irgendwann, wenn ich nicht bekloppt werde davor…

    Aber es ist schon gleich viel besser, wenn man sich den Mist einfach mal runterschreiben kann. Blog als Therapie also. Wenn ich mich dann ordentlich ausgekotzt habe, dann hab ich danach den Kopf wieder freier und dann klappt es auch mit dem Übersetzen…

  3. ENDLICH mal ein Studend der weiß was Arbeit bedeudet!
    Welcome to real life!!

    :D

  4. Das richtige Leben besteh aus fast 80 Arbeitsstunden in der Woche? Und ich dachte, es würde endlich etwas besser, wenn in gefühlten 200 Jahren das Studium und Referendariat überstanden sind…

  5. Lass den Kopf nicht hängen


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